Interdicti

Interdicti sind Orte, die per Dekret des Fürsten für alle Kainiten tabu sind.

Deutschordenshaus, Frankfurt, Brückenstrasse 3
DeutschordenshausUrsprünglich ein Spital, das sich „Deutsches Haus St. Marien in Deutschland" nannte, wurde hier 1212 Friedrich II. zum König gewählt. Kaiser, Könige und hohe Herren waren Gäste. Auch mittellose Reisende und Pilger fanden Unterkunft, flüchtende Verbrecher suchten hier Asyl und fanden es meist auch. Im Mittelalter war der Deutsche Orden der reichste Grundeigentümer der Stadt.
Im Streit um die päpstliche Approbation für die Ausübung der königlichen Gewalt verlangte Papst Johannes XXII. in Avignon 1324 von König Ludwig den Verzicht auf die Krone.  Dieser appellierte an ein Konzil, Johannes antwortete mit dem Bann und entband die Untertanen des Königs vom Eid. In der „Appellation von Sachsenhausen" an ein allgemeines Konzil blieb Ludwig ihm nichts schuldig.
1338 beim Reichstag im Deutschen Haus verkündete Kaiser Ludwig, dass Rechte und Titel des Kaisers bereits mit der Wahl zum Deutschen König — ohne Krönung durch den Papst — verliehen seien.
Vielfältig waren im Lauf der Geschichte die Nutzungen des Deutschen Hauses: Lazarett, Truppenunterkunft, Magazin, Kaserne und Unterkunft für eine Malerkolonie. Es wurden auch Räume für Vereinszwecke vermietet. Heute ist im Deutschen Haus das Ikonen-Museum untergebracht.

Bundeskriminalamt, Wiesbaden, Thaerstr. 11
BkaDas Bundeskriminalamt (BKA) ist eine dem Bundesministerium des Innern nachgeordnete Bundesoberbehörde der Bundesrepublik Deutschland mit Standorten in Wiesbaden (Hauptsitz), Berlin und Meckenheim bei Bonn. Zusammen mit der Bundespolizei und der Polizei beim Deutschen Bundestag ist es eine der drei Polizeien des Bundes.
Es hat die Aufgabe, die nationale Verbrechensbekämpfung in Deutschland in enger Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern zu koordinieren und Ermittlungen in bestimmten schwerwiegenden Kriminalitätsfeldern mit Auslandsbezug zu führen.
Darüber hinaus schützt das BKA die Mitglieder der Verfassungsorgane des Bundes. Das BKA vertritt die Bundesrepublik Deutschland bei Interpol als nationales Zentralbüro (NZB).

LKA Wiesbaden, Hölderlinstrasse 5
Lka
Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) ist eine Polizeibehörde des Landes Hessen mit Sitz in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Das HLKA ist dem Hessischen Innenministerium nachgeordnet und hat ca. 840 Beschäftigte. Die Präsidentin des HLKA Sabine Thurau wurde im November 2010 vom hessischen Innenminister Boris Rhein ihrer Aufgaben enthoben. Im Juni 2011 folgte der Bescheid, die beamtenrechtliche Probezeit nicht bestanden zu haben.Seit November 2010 versieht der südhessische Polizeipräsident Gosbert Dölger das Amt des Präsidenten im Rahmen einer Abordnung.
Die Zuständigkeiten des HLKA ergeben sich aus § 92 HSOG (Hessisches Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung). Danach ist es in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten Zentralstelle der Landespolizei. Es regelt den Nachrichtenaustausch zwischen den Landeskriminalämtern und dem Bundeskriminalamt. Ihm obliegt bei Aufgaben der Kriminalitätsbekämpfung die Fachaufsicht über die dem Landespolizeipräsidium nachgeordneten Polizeidienststellen.
Gemäß einer Verordnung des Landes Hessen wird das HLKA selbst auch strafverfolgend tätig und führt eigene Ermittlungen bei umfangreichen und schwierigen Wirtschaftsstrafsachen, Staatsschutzdelikten (sofern diese vom Generalbundesanwalt verfolgt werden), überörtlich organisiertem, ungesetzlichem Handel mit Betäubungsmitteln, Waffen, Munition und Sprengstoff, organisierter Herstellung oder Verbreitung von Falschgeld und totalgefälschten unbaren Zahlungsmitteln, Umweltstrafsachen mit überörtlicher Bedeutung, Nuklearkriminalität.

Römer, Frankfurt Römerberg
Roemer3Der Römer ist seit dem 15. Jahrhundert das Rathaus der Stadt Frankfurt am Main und mit seiner charakteristischen Treppengiebelfassade eines ihrer Wahrzeichen. Das mittlere der ursprünglich drei eigenständigen Gebäude am Römerberg ist das eigentliche Haus zum Römer. Unter „Römer“ wird schon seit Jahrhunderten der gesamte Rathauskomplex verstanden. Warum das zentrale Gebäude „Römer“ heißt, ist unbekannt; es existieren verschiedene, sich widersprechende Deutungen.
Als die Verwaltung der Stadt im 14. Jahrhundert ein neues Domizil brauchte, kaufte der Rat am 11. März 1405 die beiden repräsentativen Bürgerhäuser mit den Namen Römer und Goldener Schwan und machte sie zum Amtssitz mitten im Zentrum der damaligen Stadt. Neben dem Kaiserdom St. Bartholomäus zählten sie als Ort der meisten Wahlen zum römisch-deutschen König bzw. Königswahlen und -krönungen und damit zu den bedeutendsten Gebäuden in der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Über fast fünf Jahrhunderte dehnte sich der Rathauskomplex durch Zukäufe von den ursprünglich zwei auf schließlich elf baulich miteinander verbundene Bürgerhäuser aus, die nach und nach zu Diensträumen umgenutzt wurden. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam es nach Entwürfen von Max Meckel, Franz von Hoven und Ludwig Neher zu einem großangelegten Neubau, der das Äußere der Anlage bis heute prägt.
Im Inneren finden sich heute Reste historistischer, jedoch überwiegend schlichte Raumprogramme der Nachkriegszeit, nachdem fast alle Gebäude bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg ausbrannten. Vier der heute noch elf als eigenständig abzugrenzenden Teilbauten sind zudem auch äußerliche Neuschöpfungen aus den frühen 1950er Jahren in der Nachfolge vollständig zerstörter Fachwerkbauten.

Der Odenwald.
Odenwald1

Interdicti

Et in terra pax Praesi falkE