Et in terra pax

Die Chronik - Zweiter Teil

Kapitel 9
Geisterstunde

to be continued…

Kapitel 8
Eine Puppe aus Porzellan

- Benjamin Brockmann, Ghul von Holzer, soll in der alten Klinik in Petrovice nach weiteren Hinweisen suchen.

- Unterredung Khagan mit Holzer

- Brevier des Jochen Kohl mit Hinweis auf das Kloster St. Georgen in Niddatal

Kapitel 7
Sündenfall

Der Imker liefert seine Informationen über den Schinkelweg 15 an das Bankhaus Falcone ab, wie besprochen in Schriftform. Indessen hat er mit Hilfe der Giovanni als Bezahlung für seine Dienste Informationen über ein Lagerhaus zusammengetragen, das Lord Longchurch, Hufelands Vorgesetztem in der Tremere-Hierarchie, gehört.

Ein Einbruch von Hufelands Ghul Klaus Gern in das Lagerhaus fördert folgende Informationen zutage:
- das Lagerhaus wird von Longchurch benutzt, um dort Möbel aus Petrovice auseinanderzunehmen – diejenigen, die sein Ghul Pierre Sauvage von der Auktion des alten Krankenhauses, Ex-Besitz von Adam Krakowitz, mitgebracht hat.
- das Lagerhaus besitzt einen von außen nicht zugänglichen Raum
Um das Lagerhaus genauer unter die Lupe nehmen zu können, operiert Hufeland Klaus Gern mittels Biothaumaturgie zu Pierre Sauvage um. Getarnt kehrt Gern zurück und erfährt, dass das Lagerhaus zudem von einem Gargylen namens Cthonos bewacht wird. In den geheimen Raum kommt Gern trotzdem nicht. Doch Longchurch scheint gewarnt worden zu sein: Er lässt das Lagerhaus räumen. Der LKW mit den Möbelresten wird einen Tag später verbrannt in einem Waldstück gefunden.

Indessen treffen die drei Spieler mit Mayer Amschel Rothschildt in der Nationalbibliothek zusammen. Er bedankt sich, dass sie Rolf Haubach von der Technokratie gerettet haben und gibt ihnen folgende Information: die Giovanni in Frankfurt tragen in ganz Europa Gegenstände zusammen, die mystischen Charakter haben wie jene, die Holzer ihnen aus Petrovice besorgt hat.
Außerdem gesteht der Ahn der Frankfurter Nosferatu jedem der drei zu, dass er bei ihm einen Gefallen einfordern kann – als Dank für die Rettung Rolf Haubachs

Holzer trifft sich nun mit Balthasare Giovanni, um ein Geschäft zu besprechen, das ihm Zugriff auf den Mainhafen bescheren soll. Außerdem beschafft er sich diverse Informationen über die am Mainhafen beteiligten Parteien. (R. Geesthacher, Frankfurt / S. Kayser, Frankfurt / C. Schneider, Paris / Anwaltskanzlei Koenig & Koenig)
Alessia eröffnet Holzer, dass sie von seiner wahren Identität seit geraumer Zeit weiß. Und Holzer eröffnet ihr, dass er von dem Blutsband weiß. Seither herrscht erst einmal Funkstille zwischen den beiden.

Die Beweise gegen Lord Longchurch wegen Unterschlagung werden vorgebracht, nachdem sich Hufeland der Rückendeckung seiner Regentin versichert hat. Der Lord wird von Katja Kerenski einstweilen unter Hausarrest gestellt. Auf Hufelands Schreibtisch landet die Akte von Edward Kelly, dem aus London einst verschwundenen Tremere.
Lord Longchurch wird unter Hausarrest gestellt. Aus London reist jedoch Unterstützung an: Emerson Pequod und sein Sire, Alaska Johnson, Sicherheitschefin der Londoner Chantry, besuchen die Frankfurter Niederlassung der Tremere. In einer Unterredung mit Katya Kerensky stellt sich heraus, dass es sich bei Lord Longchurch um einen lokalen Bevollmächtigten der E-Division handelte. Diese untersucht im Auftrag der Justicarin von Europa, Lucinde, infernalistische Umtriebe, sammelt und vernichtet infernalistische Bücher und Rituale.
Es kommt zu politischen Verwerfungen zwischen Frankfurt und London, die zunächst in einem Rückzug der E-Division aus Frankfurt besteht. Lord Longchurch reist aus Frankfurt mit Ziel London ab.

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Die Chronik - Erster Teil
Chronik-Blog - Kapitel 1 bis 6

Kapitel 6
Konvergenz

Der Imker erhält einen Brief, Absender ist die Banca Falcone, ein Bankhaus, das zum Negroponte-Imperium der Giovanni gehört:

Sehr geehrter Herr Imker,
anbei finden Sie Informationen über ein weiteres Gebäude, über das wir von Ihnen gern eine Expertise einholen möchten. Wie immer interessiert uns die Gebäudesicherheit, die derzeitigen Bewohner, aktueller Besitzer. Es würde uns freuen, wenn diese Informationen am Ende dieser Woche vorlägen. In diesem Falle aber bitten wir Sie, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Gerüchten zufolge haben wir es auch mit thaumaturgischer Gegenwehr zu tun. Deshalb raten wir, dass Sie sich unbedingt Rückendeckung besorgen sollten, um etwaige Überraschungen zu vermeiden. Bitte übergeben Sie die Informationen wie gehabt an das Bankhaus Falcone, Nachtbriefkasten. Bitte passen Sie auf sich auf.
Es grüßt Sie freundlich
Sebastian Carmichael

Bei dem Gebäude handelt es sich um das Büro einer Software-Firma, Black Mesa GmbH, die MMORPG-Spiele herstellt. Es liegt im Frankfurter Norden – und grenzt direkt an den Jüdischen Friedhof an.
Kurz darauf vermittelt Nocturna dem Imker ein paar Informationen: Holzer soll sich mit den Giovanni treffen und Informationen über den Imker weitergeben, während Nosferatu-Primogen Rothschildt den Auftrag gegeben haben soll, des Imkers Reinigungsfirmen zu unterwandern. Erbost, aber vordergründig freundlich lädt der Imker Holzer zu einem Treffen ein – im Schatten wartet der Ghul des Imkers, “die Hand”, mit einem Sturmgewehr im Anschlag…

Indessen macht Prof. Dr. Hufeland sein Versprechen, das er dem Malkavianer-Primogen Isaac gegeben hat, wahr – er stiehlt den Füller von Lord Longchurch. Dies gelingt ihm, weil der Lord während eines Meetings mit dem Professor hinausgerufen wird. Er begrüßt einen jung aussehenden, britisches Englisch sprechenden Mann – Mr. Pequod, wie sich herausstellt, als Hufeland seinen Adlatus Herrn Gern hinter dem ominösen Besucher herschickt. Bislang ist nur bekannt, dass der junge Brite im Frankfurter Hof wohnt – der Wohnstatt von Vampiren, die sich nur kurz oder nur auf der Durchreise in Frankfurt aufhalten.
Trotz…nein, gerade wegen der kurzen Störung kann Hufeland den Stift entwenden und ihn durch ein Duplikat ersetzen.

Alessia Cronstett bittet gleichzeitig Jakob Holzer um einen Gefallen: Er möge bitte bei Gero Breuer, dem “CEO”, einem der älteren Ventrue in Frankfurt, ein Päckchen für sie abholen. Holzer tut ihr den Gefallen und platzt im Haven des “CEO” in eine regelrechte Orgie: Sex, Drugs and Rock-‘n’-Roll, aber Gero sieht selbst für einen Untoten schlecht aus. Eingefallen und kraftlos sitzt er inmitten des illustren Geschehens, während es sich auf seinem Schoß Sacha Budko, eigentlich die Geliebte des Russen-Mafiadons Khagan, gemütlich gemacht hat. Sie scheint die einzige bei diesem Treiben zu sein, die noch bei klarem Verstand ist.
Gero bedeutet Holzer mit lascher Geste, sich das Päckchen im Schlafzimmer abzuholen, wo der Brujah auf ein weiteres Pärchen im, äh, Liebestaumel trifft. Als er sich zum Gehen wendet, versperrt ihm die Budko den Weg. Er möge sich doch der Party anschließen, säuselt sie – und ihre erotische Präsenz scheint schier überwältigend. Holzer aber schüttelt sie ab, verneint höflich – und geht. Wie gewünscht liefert Holzer das Päckchen bei Alessia ab – diese bedankt sich für das “Buch”.

Dann wird es Zeit für ein Treffen mit dem Imker. Dabei kann der Brujah diesem glaubhaft versichern, dass er keinerlei…nun ja, kaum Beziehungen zu den Giovanni unterhält. Bis auf den Auftrag, den er von Condottiere Dominic Dunsirn erhalten hat, damals in Petrovice.

Zu dritt begeben sich die Kainiten zum Schinkelweg 15, wo der Imker seinen Auftrag für die Giovanni zu Ende zu führen gedenkt – mit Rückendeckung diesmal, wie im Schreiben gewünscht. Das Gebäude gehört der Games-Firma Black Mesa GmbH, die ein MMO namens Byzantium-II erstellt. Ein alter, schrottreifer Rechner innerhalb des Gebäudes zieht die Kainiten in eine virtuelle Umgebung, die erstaunlich dem Byzanz des Jakob Holzer im Jahre 1453 entspricht – dort diente er einst als Ritter. Sofort eilt der Brujah in Richtung des kaiserlichen Palastes, wo die drei Zeuge eines seltsamen Schauspiels werden:
Der letzte Kaiser von Konstantinopel, Konstantin IX. Palaiologos, schickt eine Abordnung in die Katakomben, um seine Tochter vor dem drohenden Einfall der Osmanen zu retten. Diese Abordnung besteht aus zwei Rittern (der virtuell abgebildete Jakob Holzer und der serbisch-orthodoxe Ordensritter Djurad Brakon), drei Mönchen (der Italiener Frederico Caviraghi, der Spanier Matteo di Santiago sowie der Franzose Boniface de Charmy) sowie dem Lehrer von Kaiser Konstantins Tochter, Sebastien de Charmy, Bruder des französischen Mönchs, und einer Amme namens Astassia.
Mit großem Erstaunen stellt der Imker fest, dass es sich bei Sebastien de Charmy um keinen anderen als Sebastian Carmichael handelt, der die ganze Zeit als Mittler zwischen ihm und den Giovanni diente.
In den Katakomben erwartet sie ein steinerner Sarkophag. Brakon und der virtuelle Holzer öffnen ihn gemeinsam. Dort drin liegt, schlafend, ein etwa 11-jähriges Mädchen -_ Theophania Amythera Palaiologos_. Als Astassia die Kleine mit einem sanften Lied wecken will, öffnet diese plötzlich die Augen, schiebt sich aus dem Sarkophag und fällt jäh über Sebastien de Charmy her. Es entspannt sich ein wildes Gerangel, die Mönche sehen starr vor Entsetzen zu, ebenso Holzer, und Brakon brüllt “Nein!”, stampft mit dem Fuß auf und das gesamte Gewölbe stürzt in sich zusammen. Einen Augenblick später finden sich die Kainiten in einer Art Labor wieder, in dem jener Mönch aus Konstantinopel, Frederico Caviraghi, an eine Apparatur gefesselt ist.

Notiz des Spielleiters: Dieser kleine Ausflug war gleichzeitig ein Ausflug in die Welt der Technokratie, also der Magier der World of Darkness. Diese spielen allerdings in dieser Chronik keine Rolle. Vielmehr diente die Spielefirma, das MMO und das historische Experiment der Technokraten lediglich dazu, allen Spielern Geschehnisse zu Zeiten des Falls von Byzanz möglichst lebhaft vor Augen zu führen, statt es einfach nur zu erzählen.

In besagtem Labor können die SC auch einen Nosferatu ausmachen, der gerade von roboterähnlichen Wesen zu jener merkwürdigen Apparatur gebracht werden soll, die Gedanken lebendig werden lässt. In einem heldenhaften Kampf stürzen sich die Kainiten auf die Roboter und können mit dem Nosferatu in letzter Sekunde entkommen. Gerettet haben sie damit Rolf Haubach, genannt “das Phantom”, einen der fähigsten (und gegen Technokraten doch machtlosen) Spione von Nosferatu-Primogen Mayer Amschel Rothschildt.

Zwischenspiel
Beinarbeit

Hufeland und Holzer auf Spurensuche in Frankfurt.
Schnell ist klar, dass Negroponte für die Familie Giovanni im Frankfurter Stadtgebiet gezielt Immobilien mit “blutiger” Geschichte aufkauft. Alessia Cronstett ermittelt diesbezüglich für Holzer eine Liste mit kürzlich von Negroponte erworbenen Gebäuden und Grundstücken (→ siehe Karte, falk_E: gelber Sticker in Frankfurt Main-Nordwest um fehlende Info ergänzt).
Ansonsten gestalten sich die Ermittlungen jedoch äußerst zäh.

Über Umwege gelingt es Hufeland und Holzer, Kontakt zu den Nosferatu im Untergrund Frankfurts aufzunehmen. Der “Erstkontakt” mit Nicodemus Geyserich erweist sich zwar nicht gerade als “Eisbrecher”, doch als Mayer Amschel Rothschild das Gespräch übernimmt entspannt sich die Situation. Die Unterhaltung ist von starkem Mißtrauen geprägt, und keiner der Teilnehmer läßt sich zur Preisgabe wichtiger Informationen hinreißen: weder erfährt Rothschild Entscheidendes über den Imker (daran scheint ihm viel zu liegen), noch bringt das Gespräch Hufeland und Holzer wirklich weiter.

Um mehr über die Urschrift von Enochian Magick herauszufinden spricht Hufeland zunächst noch einmal mit Longchurch. Der läßt sich allerdings keine weiteren Details entlocken, obwohl Hufeland sich sicher ist, dass er viel mehr weiß als er preisgibt.
Trotz Longchurchs Verbot ruft Hufeland die Chantry in London an. Und siehe da: sein Pendant in London, Mr. Dobbs, kann mit einigen Interessanten Details aufwarten. Edward Kelly, der Gehilfe von John Dee, wird von Dobbs eindeutig als Tremere im London des 16. Jahrhunderts identifiziert. Interessant ist ebefalls, dass auch Longchurch zur gleichen Zeit in den Büchern der Tremere als Mitglied geführt wird. Als Hufeland die Akte “Kelly” anfordern möchte wird dies von Dobbs abgelehnt – weil die Akte bereits vor zwei Monaten an Longchurch übersandt worden ist… .

Weitere Puzzlestücke, die Hufeland und Holzer herausfinden – aber noch nicht zusammensetzen konnten:

  • Die Giovanni übernehmen ~1964 die Domäne Bad Homburg von den Ventrue. Möglicherweise (!) ist der Preis dafür der Verzicht der Giovanni auf einen Ratssitz.
  • Die Umbauarbeiten am Haus der Familie Aziz in Bad Homburg fallen genau in diese Übergangsperiode Mitte der Sechziger. Es ist unklar, ob die Umbauarbeiten unter der Regie der Ventrue, der Giovanni, oder gar der Sethiten selbst ablaufen.
  • Einer der Sethiten in Bad Homburg war höchstwahrscheinlich Abu Khair.
  • Den Tremere wird im London des 16. Jahrhunderts ein Ritual gestohlen, dass “irgendwas mit Büchern macht”. Der Clan befürchtet, dass das öffentlich wird.
  • Sowohl Edward Kelly als auch Longchurch sind zu dieser Zeit Mitglieder der Chantry London.
  • Der Alchemist Edward Kelly tut sich im 16. Jahrhundert mit dem Esoteriker John Dee zusammen. Sie entwickeln zusammen das Buch “Enochian Magick” und die 19 sogenannten “Engelsanrufungen”.
  • Kelly und Dee treten angeblich in Kontakt mit dem Engel Uriel, der Dee “alles Wissen der Welt” zugänglich macht. Und das ist bei weitem nicht Alles, was die Engel vermitteln könnten.
  • Mayer Amschel Rothschild hat enormes Interesse an Informationen über den Imker.

Kapitel 5
Familientreffen

Ende Februar 2012. Jakob Holzer erhält die Schlüssel zu einer Wohnung von Alessia, Schöne Aussicht 15, um ein wenig Gras über die unschöne Sache in der “Grube”, Stichwort Lorrin, wachsen zu lassen. Eigentlich recht luxuriös, das riesige Dachgeschoss. Doch schon in seiner ersten Nacht dort merkt er, dass er nicht alleine ist. Jemand scheint in seinem Schlafzimmer gewesen zu sein, es riecht durchdringend nach Zigarre.

Zugleich erhält der Imker seinen zweiten Auftrag von den Giovanni. Es geht diesmal um ein Wohnhaus – Schöne Aussicht 15. Die folgenden Nachforschungen des Imkers fördern zutage, dass dort Jakob Holzer neben sechs anderen Mietern wohnt. Das Haus wird renoviert und soll verkauft werden. Als Interessenten kommen der Immobilienfonds Koenig, der einem Giovanni-Anwalt gehört, infrage, nebst einem Immobilienunternehmen Behringer, das einem Aufsichtsratsmitglied der Rothschildt-Bank in Frankfurt gehört, finden des Imkers Putzkolonnen heraus.

Vor dem Haus treffen Imker und Holzer gaaaanz zufällig aufeinander. Während der Brujah einen Termin hat, sieht sich der Imker heimlich in der Wohnung um. Als plötzlich das Wasser in der Badewanne zu laufen beginnt, die Wanne überläuft und der Wasserhahn sich jäh selbst abdreht, wird auch dem Imker klar, dass etwas hier nicht mit rechten Dingen zugeht.

Andernorts bereitet Dr. Hufeland Regina Weber darauf vor, als Lockvogel für die Setiten eingesetzt zu werden. Offenbar sind die Tremere noch immer davon überzeugt, man werde sie für das merkwürdige Buchritual verantwortlichen machen. Lord Longchurch bittet Hufeland noch mal zum Gespräch und setzt ihm den Plan auseinander. Es geht nicht nur um die Setiten. Longchurch vermutet weitere Helfer aus Frankfurt dahinter – womöglich die Giovanni, in deren Domäne die Setiten jahrelang hausten? Die Falle besteht aus einem Buchladen, in dem die merkwürdigen Bücher “Enochian Magick” weiterverkauft werden sollen – natürlich ohne das tödliche Ritual darin.

Holzer trifft sich kurz mit Gideon Kent, um mit ihm über die Angelegenheiten Khagan und Lorrin zu sprechen. Der Brujah-Primogen ist jedoch davon überzeugt, dass die Verbindung zwischen dem Russen-Anarcho und den Brujah in Frankfurt zu beiderseitigem Vorteil ist, auch wenn Khagan unberechenbar wirkt – und er beruhigt Holzer.

Da in jenem Hause Schöne Aussicht 15 etwas seltsames vor sich geht, beschließen Hufeland, Holzer und der Imker, sich in der Villa des Arztes zu treffen. Dort entspannt sich ein längerer (ingame knapp anderthalb Stunden langer) Dialog zwischen den Dreien, während dessen zahlreiche Fakten auf den Tisch gelegt werden – das erste Treffen zu dritt, an dem viel miteinander geredet, spekuliert, aber auch gegenseitig vorgeworfen wird: Der Imker versucht, eine gemeinsame Agenda zwischen allen drei Beteiligten bloßzulegen. Das gelingt ihm nur zum Teil.
Zwischendurch erhält Holzer eine Nachricht: Hildegard Brahms ist 93 Jahre alt und lebt in einem Altersheim. Der Imker hatte ihn gebeten, die Dame ausfindig zu machen, da sie angeblich hinter einer Bürgerinitiative steckt, die gegen einen Flughafenausbau protestiert. Diese Information soll dem Brujah helfen, falls die Ventrue, insbesondere Konstantin von Reiffenberg, etwas gegen Holzer in der Hand hätten. Hildegard aber hat noch eine Tochter, Johanna, wohnhaft – man ahnt es – Schöne Aussicht 15.
Außerdem scheinen in diesem Haus öfters seltsame Dinge vor sich zu gehen – seit Ende der 50er-Jahre, als das Pärchen Marius und Katalin von Holzhausen dort eingezogen waren, fand man tote Tiere, ein Mann stürzte sich vom Dach, eine Prostituierte wurde im Keller gefunden. Ende der 60er dann verschwand Marius, Katalin fand man erschossen in ihrer Wohnung im Dachgeschoss, dort, wo auch Holzer nun wohnt.

Dort treffen die drei am kommenden Abend wieder gemeinsam ein. Es stellt sich heraus, dass Johanna Brahms alias Madame Reve eine Wahrsagerin ist, die sich auch bereitwillig mal die Wohnung von Jacob Holzer ansieht. Sie bemerkt dort angeblich eine Präsenz, aber kann nicht genau erklären, was es ist. Sie bittet aber den Imker und Holzer zu einer Séance am kommenden Abend, um mehr darüber zu erfahren.

Während der Séance spricht Holzer mit einer anwesenden Entität, die offenbar für niemand anderen im Raum zu hören ist. Er erfährt, dass Katalin offenbar an dieses Haus gebunden ist und nach ihrem Mann Marius sucht, den sie als unvorstellbar grausam bezeichnet. Bei einer zweiten Séance ist da eine andere Präsenz zu spüren, tödlicher, kälter, grausamer. Sie verschwindet aus dem Zimmer, aus der Wohnung im Dachgeschoss poltert es, Stimmen sind zu hören, dann ein Schuss. Etwas wird die Treppe hinuntergeschleift, die Lichter im Treppenhaus zerspringen, im Keller wird die Tür geöffnet. Die drei Vampire folgen den Geräuschen eilig bis in den Raum mit dem Gasbrenner des Hauses. Und dort treffen sie auf Marius von Holzhausen – ein wandelnder Leichnam. Katalin muss ihn umgebracht und im Keller des Hauses vergraben haben. Der Kampf gegen das hässliche Ungetüm ist kurz, aber heftig…gott sei Dank denkt Hufeland daran, das Gas abzudrehen, wer weiß, was sonst passiert wäre.

Nach dem Kampf spürt Jacob hinter sich wieder Katalin. Sie spricht zu ihm, dass sie nun endlich gehen kann, jetzt, da ihr Mann das Haus verlassen hat. Und damit ist Katalin verschwunden.

Der Imker nutzt noch die Gelegenheit, um Madame Reve zu einer Ghulin zu machen und verschafft ihr eine neue Wohnung und Papiere. Als Madame Reve von dem mit Imkers Blut versetzten Likörchen trinkt, nimmt auch Holzer einen Schluck davon (Spieltechnisch: Blutsband Stufe 1 zum Imker).

Kapitel 4
Feindliche Übernahme

Februar 2012. Der Imker erhält den ersten Auftrag der Giovanni, eine Immobilie auszuspähen. Sebastian Carmichael überbringt einen Umschlag mit rudimentären Informationen zum Objekt: Ferdinand-Porsche-Straße 13. Dabei handelt es sich um eine russische Im- und Exportfirma für Stahlgussteile, wie der Imker relativ schnell feststellt. Im Innern allerdings stößt er auf eine Tür, die gesichert ist und sich nicht ohne Weiteres öffnen lässt.

Jacob Holzer und Dr. Christoph Hufeland verbringen indessen einen interessanten Abend im Karmeliterkloster. Holzer konfrontiert den Tremere während einer russischen Ikonenausstellung damit, dass er Pierre Sauvage, den Akolyten Hufelands, in Petrovice gesehen hat. Hufeland aber versichert glaubhaft, dass Longchurch ihm diesen Akolyten bereits vor einigen Monaten aberkannt und eine neue Akolytin zugeteilt hat.
Im Laufe des Abends gesellt sich Khagan zur Gesellschaft im Kloster. Der Boss der russischen Mafia in Frankfurt zeigt Interesse an Holzer und dessen geschäftlichen Verbindungen. Khagan lädt Holzer ein, mit ihm noch einen Club zu besuchen, während sich Dr. Hufeland zu den Malkavianern aufmacht. Im Universitätsklinikum sitzt noch immer Regina Weber, das letzte, gerettete Opfer der Setitenverschwörung, schwer traumatisiert. Sie soll nach dem Plan Longchurchs als Köder dienen, um die Setiten wieder nach Frankfurt zu locken, die das mysteriöse Buchritual gewebt haben sollen.

Einige Kilometer entfernt beobachtet der Imker, wie mehrere Wagen sich der russischen Firma nähern. Er folgt den Personen, die dort aussteigen, unsichtbar. Eine von ihnen ist Anton Jurin, die rechte Hand von Khagan. Gemeinsam mit ihnen schlüpft der Imker hinter die geheimnisvolle Tür, hinter der sich weitere Kellerräume verbergen. Die Russen scheinen auf etwas zu warten. Jurin sieht immer wieder auf die Uhr. Nach einer Weile steht er auf, öffnet ein paar Schränke und verteilt Schrotflinten und Kevlarwesten an die anderen. Dann verlassen sie das Gebäude, verfolgt von einem besorgten Imker…

Kurz darauf treffen Holzer und Khagan in der “Grube” ein, einem Club, der nur gelegentlich unter einem abbruchreifen Gebäude im Mainhafen stattfindet. Neben Konstantin von Reiffenberg treffen die beiden dort auf Lorrin, den Nachtclubkönig – und Holzer wird klar, Khagan und der Toreador mögen sich nicht. Khagan fragt, wo Sacha sei. Lorrin antwortet, er lasse sie gehen, wenn Khagan aus dem Bahnhofsviertel verschwindet. Der Russe fährt allerdings noch größere Geschütze auf: Anton Jurin und sein Rollkommando tauchen in der “Grube” auf, Lorrins Bodyguards gruppieren sich um ihren Chef.
Bei dem folgenden Wortgefecht schätzt Lorrin Holzer falsch ein und traktiert ihn verbal als “Schoßhündchen”, woraufhin Holzer in Raserei verfällt…

Dr. Hufeland arrangiert ein Treffen mit dem Malkavianer-Ahn von Frankfurt, Isaac. Nocturna begleitet ihn zur Pathologie, wo Isaac in eine Schachspiel vertieft ist – gegen eine Leiche. Das Geschäft der beiden lautet wie folgt: Hufeland erhält Regina Weber, dafür übergibt er innerhalb eines Monats, also bis Mitte März, den Füllfederhalter von Longchurch an Isaac.

Derweil geht der Kampf in der “Grube” nicht gut für Lorrin aus: Mit einem donnernden Aufwärtshaken bricht der Brujah dem Toreador sämtliche Gesichtsknochen und schickt ihn in Torpor. Der Immker, der das Schauspiel hinter einer Säule versteckt beobachtet, beschließt zugunsten von Holzer zu handeln – er provoziert eine Schießerei. Minutenlanges Geballer später kommt Holzer in der Arena wieder zu sich, gestützt auf Khagan. Die bewaffneten Ghule sind allesamt tot, Jurin lehnt schwer verwundet am Geländer einer Treppe, wo sich eine unbekannte Person umwendet und geht. Nur ihre Stiefel waren zu sehen, und sie gehörten nicht von Reiffenberg.

Die Wege der Kainiten trennen sich, Holzer verschwindet im Penthouse von Alessia Cronstett, während der Imker nach einer kurzen Unterredung mit Holzer die Giovanni über seine Erkenntnisse informiert. Carmichael zeigt sich sehr erfreut über die schnellen Fortschritte und lädt ihn ein, in der folgenden Nacht erneut zur Im- und Exportfirma zu kommen. Dort wird der Imker Zeuge, wie die Giovanni das Gebäude den Mafia-Brujah abgeluchst haben – mittels eines Vertrages, der angeblich von Sacha Budko, der Geliebten von Khagan, unterschrieben wurde.
Am Ende erhält Holzer vom Imker noch ein wenig Material, das er im Falle eines Falles einer Konfrontation mit von Reiffenberg verwenden kann: Es geht um die Erweiterung des Mainhafens zu Ungunsten des Flughafens, in den von Reiffenberg viel Geld investiert hat…

Kapitel 3
Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten…

Februar 2012. In Petrovice nimmt sich Jakob Holzer ein Zimmer und macht kurz darauf einen Ausflug zur verlassenen Klinik für geistig und körperlich Behinderte. Die Gegend ist nicht nur arm an Geräuschen, sondern regelrecht tot. Ein Licht verweht hinter einem der Fenster, doch Holzer entscheidet, nicht nachzusehen, wer oder was das Licht gelöscht hat.

Stattdessen lässt er sich zu einem mutmaßlich Verwandten von Krakoviz bringen, der außerhalb des Städtchens lebt. Remigius ist ein seltsam verwachsener Riese mit gestärktem Hemd und blitzsauberer, aber uralt erscheinender Wohnung. Seine Dogge Danko begrüßt Ben Brockmann vor dem Haus ziemlich wütend, doch Remigius ruft den Hund zur Ordnung. Holzer verlässt das Anwesen rasch wieder, ohne viel herausgefunden zu haben.

Am darauffolgenden Tag geht Ben Brockmann auf Spurensuche – beim Auktionator und in der Lagerhalle, in der die Gegenstände zur Auktion aufbewahrt werden. Er trifft auf Alain Sauvage, der ebenfalls an dem Gesamtpaket von Dr. Krakoviz interessiert zu sein scheint, und arrangiert ein Treffen.

Das findet am Abend im Gasthof statt, im Beisein von Jakob Holzer, Alain und Pierre Sauvage, dem ehemaligen Akolyten von Dr. Hufeland. Pierre ist ebenfalls im Auftrag hier und soll vor allem die chirurgischen Bestecke von Krakoviz ersteigern. Nach Rücksprache mit Dunsirn, der sich selbst noch einmal bei jemandem vergewissern muss, entscheidet Holzer, dass es keinen anderen Ausweg gibt – Pierre und Alain verlassen den Gasthof, rasen zur Lagerhalle, verfolgt von Brockmann und Holzer.

SymbolDr. Hufeland aber war schneller: Er ist Holzer gefolgt und hat sich sämtliche Gegenstände schon genau angesehen, während Holzer noch mit Sauvage verhandelte. Drei Gegenstände steckt er aus dem Besitz von Krakoviz ein: einen Lobotomisierungshammer, eine Chirurgenschere und ein langes Skalpell, alle drei medizinische Gerätschaften aus dem 18. Jahrhundert. Alle drei sind graviert mit einem merkwürdigen Symbol (siehe links). Hufeland lässt die Datenaufzeichnungen der Kamera löschen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich Brockmann und Alain Sauvage an der Lagerhalle befinden.
Zufrieden fährt Hufeland nach Frankfurt zurück.

Kurz nach Hufelands Besuch in der Lagerhalle kommen Holzer und Brockmann ebenfalls dort an. Sie beschließen, die Lagerhalle nicht zu stürmen, sondern erwarten den Tremere Pierre Sauvage und seinen Ghul und Bruder Alain draußen – mit einem gespannten Abschleppseil. Nach kurzem Kampf geben beide auf und händigen die Chirurgenbestecke aus. Holzer übergibt diese für einen Beutel Diamanten an Dominic Dunsirn.

Hufeland lässt die drei Besteckteile in seinem Haven. Er erhält den Auftrag, Regina Weber für die Tremere zu gewinnen. Offenbar möchte Lord Longchurch den Setiten eine Falle stellen: Die Überlebende aus dem ersten Kapitel soll die merkwürdigen Bücher, “Enochian Magic”, weiterverkaufen. Regina Weber sitzt noch in der Psychiatrie der Uniklinik Frankfurt, Hufeland soll ihre “Verlegung” organisieren.

Noch am gleichen Abend ist der Imker zu einem Geschäftsessen mit den Giovanni Franco und Balthasare verabredet. Er wird Zeuge, wie Dominic Dunsirn wegen seines impertinenten Verhaltens gegenüber dem Imker bestraft wird – er muss essen. Jemanden, den Dunsirn kannte, vermutet der Imker…
Franco bietet dem Imker ein Geschäft an: der italienische Familienclan möchte sieben Immobilienobjekte in und um Frankfurt erwerben, er soll Informationen darüber beschaffen. Als Gegenleistung bittet der Imker die Giovanni darum, dass sie ihn bei seinem Vorhaben, Lord Longchurch zu maßregeln, unterstützen. Balthasare sagt zu.

Beteiligte: Remigius; Alain und Pierre Sauvage; Lord Longchurch; Dominic Dunsirn, Franco und Balthasare Giovanni.

Kapitel 2
Hinterzimmergeschäfte

Februar 2012. Die Charaktere treffen aus unterschiedlichen Gründen auf dem Prä-Buchmesse-Event der Toreador-Ahnin Marcella Laurentis zusammen. Der Ort: das Holzhausenschlösschen. Die Brujah-Archäologin und Kunsthistorikerin Olivia Oscurov fädelt zusammen mit Jakob Holzer einen Deal mit dem Giovanni-Ghul Dominic Dunsirn ein, wonach Holzer die Hinterlassenschaften eines verstorbenen Arztes namens Adam Krakoviz aus dem tschechischen Städtchen Petrovice ersteigern und nach Frankfurt schaffen soll – Möbel, Kunst, altes medizinisches Gerät und Bücher. Dr. Hufelands Ghul Klaus Gern beobachtet das Treffen, doch kann er ausmachen, dass sich zur gleichen Zeit auch Marcella Laurentis und der Ventrue-Ahn Konstantin von Reiffenberg in einem anderen Zimmer besprechen.

Bei dem Treffen zwischen Oscurov, Dunsirn und Holzer ist – verdunkelt – auch der Imker anwesend. Als das Treffen endet, schleicht er als letztes hinaus. Ein kalter Luftzug streift ihn – doch er kann niemanden sehen.

Die Tremere Regentin Katja Kerenski fordert von Dr. Hufeland, dass er die Beziehung zum Imker intensiviert, nötigenfalls auch Blut besorgt. Dr. Hufeland lässt sich nicht lange bitten und besorgt unter dubiosen Umständen das Blut eines Ghuls vom Imker. Auf Bitten des Ghuls treffen sich beide, Imker und Hufeland, und legen die Karten auf den Tisch.

Inzwischen fährt Jakob Holzer mit seinem Ghul Benjamin Brockmann nach Petrovice, um alles vorzubereiten. Dr. Hufeland erfährt, dass die Klinik, in der Adam Krakoviz zuletzt praktizierte, in den 80er Jahren wegen angeblicher Menschenversuche geschlossen wurde.

Beteiligte: Lord Longchurch; Marcella Laurentis; Konstantin von Reiffenberg; Alessia Cronstett; Dominic Dunsirn; Olivia Oscurov; Katja Kerenski.

Kapitel 1
Brennende Sünde

November 2011. In Frankfurt zünden sich aus unerklärlichen Gründen Menschen mit Benzin an. Ermittlungen ergeben, dass alle das Buch “Enochian Magic” (Superior Press London, 2009) des Briten John Dietrich gelesen haben. Auf der Suche nach den Menschen, die dieses Buch in Frankfurt gekauft haben, stoßen die Charaktere schließlich auf eine Frau, die sich auf der Entbindungsstation eines Krankenhauses anzünden will. In buchstäblich letzter Sekunde retten sie die Frau und verhindern eine Katastrophe.

Durch gemeinsame Ermittlungen stoßen die Charaktere auf die Villa eines gewissen Aziz, der getarnte Haven zweier Setiten. Durch eine Geheimtür und ein Wasserbassin mit Ghul-Alligatoren gelangen sie in deren Haven, doch die beiden sind ausgeflogen.

John Longchurch zieht den Akolyten Pierre von Dr. Hufeland ab.

Die Tremere ziehen mit Hilfe der Ventrue die Bücher aus dem Verkehr. Ermittlungen ergeben, dass die Bücher in London wahrscheinlich einem Ritual unterzogen wurden, das auf die Leser wirkt. “Enochian Magic” selbst ist ein Werk, das als “Enochian Magick” im 15. Jahrhundert von Dr. John Dee geschrieben wurde. Jene moderne Version aber hat kaum noch etwas mit dem Ursprungswerk zu tun und ist lediglich esotherischer Lesestoff über “Sünde”, das Sich-schuldig-Fühlen und wie man damit umgeht, wenn man von dem Ritual absieht…

Beteiligte Personen: Hüterin des Elysiums Alessia Cronstett; Georgina May, Alessias sterbliche Freundin; der Kommissar Rüdiger Strathoff.
Die Opfer: Sabine Heuss (verbrannt in der Domäne des Imkers); Niko Weiß (verbrannt in einer Pizzeria)
Die Überlebende: Regina Weber (gerettet in der Entbindungsstation der Horst-Schmidt-Kliniken)
Die Gegner: Dr. Leo Freibach, Buchhändler, Ghul der Setiten (getötet durch Unbekannt in der Kanalisation unter seinem Haus); mindestens zwei unbekannte Setiten, die fliehen konnten.

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